Tips & Tricks - Mikrofontypen
Dynamische Mikrofone
Dynamische Mikrofone nehmen den Schall am besten in unmittelbarer Nähe auf. Weiter entfernte Schallquellen werden kaum übertragen. Deshalb eignen sich dynamische Mikrofone gut um einzelne Quellen in lauter Umgebung aufzunehmen. Durch unterschiedliche Richtcharakteristiken lassen sich die Schallquellen mehr oder weniger gezielt abgreifen. Typische Richtcharakteristiken bei dynamischen Mikrofonen sind Niere und Superniere.
Kondensatormikrofone
Im Gegensatz zu dynamischen Mikrofonen, übertragen Kondensatormikrofone auch den Schall von weiter entfernten Quellen noch sehr gut. Sie eignen sich deshalb besonders als Raummikrofone, z.B. für Stereomitschnitte oder als Overheads. Da Kondensatormikrofone mit geladenen Kondensatorplatten arbeiten, benötigen sie eine Phantomspeisung von 48V. Sie vertragen deutlich weniger Schalldruck als dynamische Mikrofone, übertragen dafür aber Signale über ein breiteres Frequenzspektrum.
Grenzflächenmikrofone
Grenzflächenmikrofone sind Kondensatormikrofone, die auf Grund ihrer Bauweise sehr druckresistent sind. Die Richtcharakteristik eines Grenzflächenmikrofons ist eine Halbkugel.
Richtcharakteristik
Neben der Bauart eines Mikrofons, ist auch die Richtcharakteristik ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl eines Mikrofons. Die drei gängigsten Charakteristiken sind Kugel, Niere und Hyperniere. Während bei der Kugel-Charakteristik Schallquellen aus allen Richtungen gleich stark übertragen werden, wird bei der Nierencharakteristik der Schall von vorne stark, von der Seite abgeschwächt und von hintern praktisch gar nicht übertragen. Die Hyperniere schwächt die seitliche Empfindlichkeit des Mikrofons weiter ab, überträgt dafür auch etwas die Signale von hinter dem Mikrofon.
![]() Kugel |
![]() Niere |
![]() Hyperniere |


